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3 unfehlbare Anzeichen dafür, dass du von deinen Eltern emotional abhängig bist und wie du dich davon löst

Älter wird man von ganz alleine. Aber erwachsen? Oder sogar unabhängig? Das geht oft nicht einfach so. Vielfach sind wir sogar bis ins – oftmals sogar hohe – Erwachsenenalter emotional abhängig von unseren Eltern. Manchmal ist das gar nicht so schlimm. In anderen Situationen hält es dich aber davon ab, dein eigenes Leben zu leben. Am Ende machst du ihnen und dir selbst Vorwürfe. Dabei ist es gut möglich, sich von der Abhängigkeit zu lösen.

Schon als Babies und Kleinkinder waren wir von der Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit unserer Eltern abhängig, vieles davon war sogar lebensnotwendig. Manche haben alles bekommen, was sie gebraucht haben, andere wiederum nur das Gegenteil. Aber gleichgültig ob wir eine sehr gute, eine durchschnittliche oder eine eher schlechte Beziehung zu unseren Eltern hatten und haben: Immer hat sie einen besonderen Stellenwert, immer eine besondere Bedeutung

Gerade wenn wir älter werden, wird diese Beziehung besonders auf die Probe gestellt. Wir Kinder wollen erwachsen sein, Eltern haben hingegen oft Probleme, vollkommen loszulassen. Das Kind den eigenen Weg gehen zu lassen, es straucheln und auch mal hinfallen zu sehen, tut weh und man möchte ihm das ersparen. Außerdem haben viele Eltern eine gewisse Vorstellung, wie das Leben des eigenen Kindes in Zukunft aussehen soll und vor allem, wie am besten nicht. Manche wollen sogar ihre eigenen Träume – die sie vielleicht nie ausleben konnten – beim Kind verwirklicht sehen. 

Genau darauf baut allerdings eine vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung nicht auf. Das Kind fühlt sich immer verantwortlich, es den Eltern recht zu machen. Dabei unterdrückt es die eigenen Wünsche, um die Eltern nicht zu enttäuschen. Im schlimmsten Fall verdrängt es die eigenen Vorstellungen so weit, dass es sie nur sehr schwer oder gar nicht mehr erkennt und sie kaum noch hervor holen kann.

Doch woher weißt du nun, ob du dich noch in einer emotionalen Abhängigkeit zu deinen Eltern befindest? Und – noch viel wichtiger – wie kannst du dem entkommen?

1. Du hast negative Gefühle gegenüber deinen Eltern

Wenn du negative Gefühle gegenüber deinen Eltern hast, ist das ein ziemlich eindeutiger Hinweis darauf, dass du mit ihnen nicht im Reinen bist. Versteh mich nicht falsch: Ich rede hier nicht davon, dass man sich mit ihnen streitet und dann natürlich auch mal sauer ist

Vielmehr meine ich damit Gefühle wie Angst, ein schlechtes Gewissen oder Wut, wenn du an die frühere Zeit zurück denkst. Du hast mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen und kannst das Heute nicht oder nur sehr schwer vom Gestern trennen.

Die negativen Gefühle können sich aber auch auf die jetzige Situation beziehen. Du hast Angst davor, deine Eltern zu enttäuschen, wenn du ihnen sagst, dass du dir dein Leben anders wünscht als sie sich das vorstellen? Das ist ein unmissverständliches Zeichen, dass du immer noch von deinen Eltern emotional abhängig bist. 

2. Du kannst dich in ihrer Gegenwart oder nach einem Treffen schlecht beherrschen

Der Weihnachtsabend, der gemeinsame Shoppingausflug oder einfach das gemütliche Beisammensitzen auf der Couch. Alles ist unverfänglich, was soll schon passieren? Und dann kommt doch wieder dieser eine Kommentar, der dich so unglaublich trifft.

Eigentlich was die Aussage gar nichts besonderes, aber irgendwie trifft sie dich bis ins Mark. Entweder, du fährst jetzt sofort aus der Haut und der Familienstreit ist vorprogrammiert.  Oder du beißt die Zähne zusammen und machst gute Miene zu dem miesen Gefühl in dir. Meistens bricht deine Wut, Trauer oder Enttäuschung dann später heraus, wenn du deinem Partner oder einem Freund die Situation schilderst.

Egal, wie du mit der Lage umgegangen bist: Reagierst du sehr empfindlich auf objektiv gesehen unverfängliche Aussagen deiner Eltern, befindest du dich sicher in einer emotionalen Abhängigkeit.

3. Du hast das Gefühl, dass du ihnen deine Wünsche und Träume nicht wirklich anvertrauen kannst

Viele Eltern wünschen sich nur das Beste für ihr Kind. Es soll unbedingt Ballett oder Fußball spielen, gute Noten schreiben, aufs Gymnasium gehen und dann im Idealfall Medizin studieren. Dann kann man so richtig stolz auf das eigene Kind sein. Zweitens stehen damit dem Kind vermeintlich alle Türen offen. Es ist erfolgreich und wer erfolgreich ist, ist doch automatisch glücklich. Vielleicht spielt auch die eigene Bestätigung mit eine Rolle: „Wenn mein Kind mal erfolgreicher Arzt ist, habe ich als Elternteil meinen Job anscheinend richtig gut gemacht.“

Das umzusetzen ist natürlich in der Sache selbst nichts Schlechtes. Im Gegenteil, wenn es dein eigener Wunsch ist, Arzt zu werden, dann solltest du alles dafür tun, dein Ziel zu erreichen. Das Problem beginnt nur, wenn du dich viel eher als Kindergärtner oder Schreiner siehst denn als Mediziner. Oder nach dem Schulabschluss am liebsten erstmal deine Sachen packen und auf unbestimmte Zeit durch die Welt reisen willst. Oder wenn ständig Gedanken in deinem Kopf sind wie „Ich weiß nicht, was ich will…“

Alles eigentlich zu respektierende Vorstellungen von der Zukunft. Und doch haben viele Kinder Probleme damit, ihre Wünsche anzuerkennen und dann auch noch gegenüber der eigenen Eltern zu artikulieren. Gerade in einer solchen Situation wird zwar das Verhältnis oft als innig bezeichnet. Doch eigentlich passt man das eigene Leben an die Vorstellungen der Eltern an. Viel zu groß ist die Angst, sie zu enttäuschen dadurch, dass man ein anderes Leben anstrebt als sie sich das wünschen.

So löst du dich von der emotionalen Abhängigkeit zu deinen Eltern

Was also kannst du tun, um dich von der emotionalen Abhängigkeit von deinen Eltern zu lösen?

1. Dankbarkeit

Sei ihnen dankbar für das, was sie dir gegeben haben. Wenn es nichts gibt, wofür du ihnen dankbar bist, dann bedanke dich dafür, dass sie dir das Leben geschenkt haben. Diese Dankbarkeit musst du deinen Eltern gegenüber nicht zwingend aussprechen, aber setze dich einen Moment hin und fühle die Dankbarkeit tief in dir.

Dankbarkeit üben hilft dir, deine emotionale Abhängikeit von deinen Eltern loszuwerden.

2. Unterstelle, dass deine Eltern immer nur das Beste für dich wollten

…und immer noch wollen. Es mag ihnen nicht zustehen, über dein Leben zu entscheiden. Doch versuche an deine Eltern zu denken und dabei im Hinterkopf zu haben, dass sie dir nichts Böses wollen. Stattdessen haben sie immer ihr Bestes gegeben und im Rahmen ihrer Fähigkeiten gehandelt und tun das noch heute.

3. Keine Schuldgefühle

Erkenne an, dass deine Eltern dir nichts mehr schulden. Sobald die Kinder erwachsen sind, haben die Eltern ihren Soll erfüllt. Erwarte keine Entschuldigungen oder Veränderungen von ihnen. Solange du das in deinem Kopf hast, bist du nicht frei, dein eigenes Leben zu leben. Aber auch du schuldest deinen Eltern nichts, so funktioniert der Generationenvertrag in der Eltern-Kind-Beziehung. Dementsprechend brauchst du auch keine Schuldgefühle haben, wenn du dein Leben nach deinen Vorstellungen lebst. Die Liebe, Anerkennung und Unterstützung gibst du an die nächste Generation – deine eigenen Kinder – weiter. Es ist dein Leben, was es zu leben gilt.

4. Heile dein inneres Kind

Solange dein inneres Kind nicht weiß, dass es sich auf dich verlassen kann, dass du es stützt und hältst, wirst du immer wieder erwarten, dass deine Eltern diese Rolle für dich erfüllen. Doch du bist der Mensch, der für dich selbst und damit auch für dein inneres Kind verantwortlich ist. Du trägst die volle Verantwortung für dein Leben – für all deine Gedanken, Gefühle und Handlungen. Niemand anders kann das und du solltest auch niemand anderem darüber die Macht geben. Ein Buch, das ich dir sehr empfehlen kann, um mit deinem inneren Kind zu arbeiten ist „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl.

5. Vergebung

Menschen machen Fehler und Eltern sind auch nur Menschen. Mit der Anerkenntnis dessen stellst du deine Eltern keinesfalls als böse dar. Doch egal, wie groß oder klein diese Fehler waren: Versuche, deinen Eltern zu vergeben. Das klingt für dich jetzt vielleicht höchst dramatisch. Doch manche Verhaltensweisen haben bei uns tiefe Narben hinterlassen, denen wir uns manchmal gar nicht so bewusst sind. Wenn du um solche Gefühle weißt: vergib deinen Eltern. Sei dir bewusst, dass du damit vor allem dich selbst befreist. Dabei hilft auch oft, dass du deine negativen Glaubenssätze auflöst.

Fazit

Sich von den Eltern lösen ist ein schwieriger und in manchen Fällen auch schmerzvoller Prozess. Trotzdem solltest du ihn angehen. Denn erst, wenn du dich von der emotionalen Abhängigkeit zu deinen Eltern befreit hast, kannst du auch wirklich das Leben leben, das du möchtest. Solange du diesen Balast mit dir herum trägst, hängt ein Teil von dir noch immer in der Vergangenheit. Du bist mit dir selbst nicht im Reinen und hast keinen Frieden. Dadurch verlierst du Energie, die du besser in deine Traumzukunft stecken kannst. 

Wie ist es bei dir? Liegen diese Anzeichen vor? Bist du von deinen Eltern noch emotional abhängig?

Mindset

Comments (10)

  • Ich (53) habr Schuldgefuhle, gegenuber meiner Mutter. Wir waren viel alleine. Mrin Vater war beruflich viel abwesend, später trennten sich meine Eltern.
    Ich versuche mich von ihr abzugrenzen, aber sie findet das nicht gut. Sir sagt, dass Kinder von ihren Freundinen ganz anders sind. Ich gehe mit ihr spazieren, aber sie fuhlt mich und sagt, ich erzähle ihr nichts. Ich fuhle sie oft sehr stark. Ich bin irgendwie nicht frei.

  • Mir kommt das sehr bekannt vor alles, was du geschildert hast. Ich bin sehr stark von der Abhängigkeit meiner Mutter abhängig. Ich liebe meine Mutter und ich weiß, dass sie mich auch liebt. Allerdings ist sie ein sehr kritischer und skeptischer Mensch und ja ich sag es mal ganz hart: sie schimpft meistens über andere Frauen. So ich bin ein Mädchen und habe drei ältere Brüder. Nachdem ich meine Mutter meistens nur über Frauen und Mädchen schimpfen höre, dass alle so zickig sind und dumm, fühle ich mich da irgendwo auch angesprochen, weil ich auch eine Frau bin. Dadurch hat sich eine Angst in mir entwickelt, dass meine Mutter mich schon allein deswegen irgendwie weniger „mag“ , als meine Brüder zb. Und dadurch empfinde ich natürlich auch immer sehr viel Wut auf sie. Und sie ist natürlich immer genervt, wenn ich durchblicken lasse, dass ich mich angegriffen fühle oder ähnliches. Einfach meine Gedanken loszulassen ist so schwierig, weil ich mir einfach unfair behandelt vorkomme und gleichzeitig fühle ich mich sehr schuldig dafür so zu empfinden, weil sie mich schließlich Groß gezogen hat. Und sie sich auch so schnell angegriffen fühlt und ich darf es nicht und das sind so Situationen die mich noch ewig lange ärgern und der Wille sie loszulassen ist zwar einerseits da, aber andererseits will ich es auch nicht, weil das ja bedeuten würde, es wäre für mich in Ordnung. Ich weiß einfach nicht weiter.

  • Hallo, ich kann diesen Text so sehr nachvollziehen.
    Ich bin seit Januar 20 Jahre alt und habe seit 10 Monaten einen Freund. Jetzt komme ich so langsam in die Phase, das ich immer mehr mein eigenes Leben leben möchte und bin zuhause ein bisschen mehr weg sein möchte.
    Leider ist meine Mama immer sehr sauer, wenn ich mal gegen ihre Meinung bin oder ich mein eigenen Willen durchsetzen will. Sie setzt mich dann emotional unter Druck, da ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Das sorgt für Probleme in meiner Beziehung, meinen Freundschaften und in mir selber.

    Die Frage ist nur, ob ich selber versuchen soll mein eigenes Leben zu leben, egal was sie sagt oder ich trotz ihrer Art, mir alles zu verbieten, einfach leben muss damit.
    Mittlerweile macht es mich wirklich sehr kaputt und lässt mich in ein tiefes Loch fallen.

  • Hallo,

    auch ich kann mich anschließen. Mit Erschrecken ist es mir heute wie Schuppen von den Augen gefallen, dass ich immer mich selbst als Schuldige sehe, wenn meine Mutter enttäuscht, sauer oder genervt ist, wenn ich mich für etwas entscheide, was mich sozusagen weiter von ihr wegführt. Dabei erkenne ich erst jetzt, dass sie mich gewissermaßen in ein Konstrukt verstrickt hat, das mich versucht, festzuhalten, egal, was ich tue. Ich dachte die ganze Zeit, diese Unsicherheit (der Satz „ich weiß nicht, was ich will“… verfolgt mich bis heute und zwar in fast jeder Lebenssituation) geht auf meinen Stiefvater zurück, der meine Schwestern und mich im Jugendalter verließ, bzw. habe dem immer viel mehr Gewicht beigemessen, dabei glaube ich heute, dass es eher auf die Beziehung zu meiner Mutter zu beziehen ist.
    Momentan gibt es kaum ein Thema, bei dem ich mich nicht dabei ertappe, mich ihrer Meinung in irgendeiner Form anzupassen, nur um Streitgespräche und vor allem das Gefühl, sie enttäuscht zu haben und dann eine entsprechende Disharmonie aushalten zu müssen, bis ich in einem späteren Gespräch „spüre“, dass eigentlich doch alles okay ist.

    Heute habe ich wie durch ein Fingerschnippen erkannt, dass ich „Schluss machen muss“, in dem Sinne, als dass ich verstanden habe, dass nur ich meine Bedürfnisse durchsetzen kann und ich zwar damit leben muss, dass es meiner Mutter wohl öfter nicht gefallen wird, aber dass es immens wichtig ist.

    An andere Leute hier im Forum: Bitte denkt an euch – wir müssen an uns denken! Wir kommen nie mit uns ins Reine, wenn wir nicht lernen, uns von den Gefühlen unserer Mütter/ Eltern zu distanzieren und es ist wirklich wichtig das zu tun, denn so etwas kann einen auch innerlich kaputtmachen.
    Weshalb ich auch heute gerade den Entschluss „mit der emotionalen Abhängigkeit“ Schluss zu machen, gefasst habe, ist, dass mir klar geworden ist, dass ich so ein Verhalten, wie ich es meiner Mutter an den Tag lege, nicht meinen Töchtern vorleben und ihnen dadurch womöglich noch als „normal“ (damit meine ich, „so macht man das halt“, nicht „normal“ oder „unnormal“ im „psychologischen Sinne) einverleibe. Sie sollen sich nicht von mir abhängig fühlen, wenn sie später auf eigenen Beinen stehen. Es ist sehr kräftezehrend und vor allem auch einschränkend in der eigenen gegenwärtigen Lebenswirklichkeit, finde ich, und das möchte ich unter keinen Umständen für meine Töchter. <3

  • @SARAH:

    Vielleicht kannst du es an meinem Kommentar erkennen, aber ich glaube wirklich, dass es wichtig ist, „loszulassen“. Ich finde, man kann es sich vielleicht auch dadurch für sich klarer machen, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass wir als ein eigenständiges Individuum auf die Welt gekommen sind. Klar, waren wir als Babys, Kleinkinder, etc. erstmal wirklich abhängig von ihr (wer gibt uns sonst die Milch, Wohlbefinden, Dach über dem Kopf etc.), aber trotzdem stehst du jetzt auf deinen eigenen Beinen, weil es auch so gedacht ist. Du stehst nicht auf ihren Beinen, sondern auf deinen eigenen, daher ist es auch für dich bestimmt, und auch total in Ordnung, deinen eigenen Weg zu gehen.

    Das habe ich für mich gerade erkannt… ich meine, vllt hilft ja sogar ein Gespräch mit ihr, darüber, wie du dich fühlst, aber das kannst du selbst am besten einschätzen. Wenn du das Gefühl hast, das würde alles befeuern, dann lass es lieber sein und konzentriere dich darauf, dass du dir deine eigenen Ziele klarer zeichnest.

    Ich finde, es ist schon einmal erleichternd zu sehen, dass man mit diesem Problem wirklich nicht allein ist.

  • Hallo,

    ich habe gerade eure ganzen Erfahrungen gelesen und ich muss sagen, dass es mich etwas beruhigt hat dass ich mit dem Problem nicht alleine bin.

    Ich liebe meine Eltern und habe ein gutes Verhältnis zu ihnen, aber seit ich im Oktober ausgezogen bin merke ich, wie emotional abhängig ich von ihnen bin. Sie haben in meiner Vergangenheit viel für mich entschieden, sich überall eingemischt und machen es bis heute. Sei es die Wohnungseinrichtung oder das neue Auto, es muss immer so laufen wie sie es wollen und wenn ich es anders mache wird es nicht akzeptiert oder zumindest erst spät akzeptiert. Ich weiß auch dass sie es nur gut meinen, mich lieben und mich nur unterstützen wollen und vielleicht auch Fehler für mich verhindern wollen die sie in der Vergangenheit gemacht haben, aber ich muss endlich Entscheidungen für mich selber treffen und auf eigenen Beinen stehen und lernen loszulassen.

  • Christiane Korthaus

    Ja,bei mir war es auch so,meine Mutter hat sich immer eingemischt,habe meinen Eltern viel geholfen,mich immer verpflichtet gefühlt,bin mit Ihnen umgezogen,da sie ihr Haus räumen mussten,hatte dann eine eigene Wohnung im gleichen Haus,was nicht gut war,da meine Mutter ständig zu mir kam,bin in eine andere Wohnung gezogen,nicht weit entfernt,konnte mich aus der Abhängigkeit (finanziell u.psychisch lösen.Jetzt kümmere ich mich um meinen 97 jährigen Vater,da meine Mutter leider verstorben ist,ich merke,dass mich das sehr anstrengt u.ich mehr Hilfe von meinem Bruder u.dem Pflegedienst fordern muss.

  • Hey, ganz ganz spannend. Mit geht es auch so aber ich versuche mich weiterzuentwickeln. Meine Eltern sind gefühlt gegen alle Ideen die ich habe, sie meinen oft, dass ist keine gute Idee, mach mal lieber das, etc.
    Aber weil ich gerne meine Ideen und Lebenspläne mit anderen Leuten teile kommt es halt immer wieder zu solchen Situationen. Auf psychische sowie physische Unterstützung kann ich da nicht zählen, auch wenn sie warscheindlich nur das beste für mich wollen.

    Es ist halt auch krass wie unsere Eltern uns prägen, wen wir alles über uns ergehen lassen.

    Ich arbeite daran, wünsche euch allen auch viel Erfolg und Erholung.

  • Ich finde mich darin auch sehr gut wieder, ich bin 30 habe zwei Kinder und einen Mann. Meine Entscheidungen im Leben werden von meinen Eltern nie respektiert. Letztens ist unser Hund verstorben, wir haben nicht lange gewartet und nach einem Monat einen neuen kleinen Welpen bekommen. Da waren sie wieder total sauer und haben 2 Wochen nicht mit mir geredet. Ich kann das nicht verstehen, es war mir sogar schon unangenehm es ihnen überhaupt zu erzählen. Dabei ist man ja nun Erwachsen und hat sein eigenes Leben.

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